Ich bin Charlie.

Die Petra Apotheke in Kaiserslautern macht einen Stadtrundgang. Wie immer gibt es einiges zu entdecken... Nicht nur dieser Künstler zeigt sich solidarisch mit Charlie, sondern auch wir, als eine Apotheke in Kaiserslautern

Als ich heute in der Stadt unterwegs war - auf der Suche nach Kunst im öffentlichen Raum - habe ich eine sehr spezielle Entdeckung gemacht :

In der Richard-Wagner-Straße (im oberen Teil, Richtung Bahnhof), hat es mich zuerst erstaunt, dann hoch erfreut: in Form eines ´Stencil´ prangt es dort an der Wand und vermittelt uns etwas, das in der heutigen Zeit nicht unbedingt selbstverständlich ist - Solidarität !
"JE SUIS ZACK ZACK" zeigt Solidarität mit den Opfern und Hinterbliebenen des Anschlags auf die Redaktion der französischen Satire Zeitschrift ´Charlie Hebdo´. Der Anschlag auf Charlie Hebdo war ein islamistisch motivierter Terroranschlag, der am 7. Januar 2015 in Paris verübt wurde.
Zwei maskierte Täter, die sich später zu Al-Qaida im Jemen bekannten, drangen in die Redaktionsräume der Zeitschrift ein, töteten elf Personen (darunter einen zum Personenschutz abgestellten Polizisten), verletzten mehrere Anwesende und brachten auf ihrer Flucht einen weiteren Polizisten um. 

Am 9. Januar verschanzten sie sich in Dammartin-en-Goële; Sicherheitskräfte erschossen die beiden Täter.

Am 8. Januar wurde im Süden von Paris eine Polizistin von einem weiteren schwer bewaffneten Täter erschossen. Dieser überfiel am Tag darauf den Supermarkt Hyper Cacher für koschere Waren im Pariser Osten, tötete vier Menschen und nahm weitere als Geiseln. Der Täter bekannte sich telefonisch zum Islamischen Staat und erklärte, sein Vorgehen stehe in Verbindung mit dem Anschlag auf Charlie Hebdo. Er wurde bei der Erstürmung des Supermarktes durch die Sicherheitskräfte erschossen.

Bis zu den Terroranschlägen von Paris im November 2015 war der Anschlag auf die Redaktion  Charlie Hebdo derjenige mit der höchsten Anzahl an Todesopfern in Frankreich...

 

Ein schreckliches, sinnloses Unglück, das damals die ganze Welt erschütterte.

Mit den Jahren geht die Nähe zu solchen Unglücken unweigerlich verloren - geschehen doch immer neue Gräueltaten, die uns in Atem halten. Schlimm, dass man so etwas sagen, bzw. schreiben muss - aber es ist so.

 

Deshalb sollten wir diesem unbekannten Künstler und allen anderen, die sich engagieren, danken, die den Charlie Hebdos dieser Welt ein Plätzchen auf irgendeiner Wand und damit in unserer Erinnerung verschaffen.

Danke.