Homöopathie in der Hausapotheke

Bei Fragen zur Homöopathie helfen wir gerne weiter. Die Petra Apotheke Kaiserslautern (apotheke kaiserslautern) Ihre Experten für mentale Gesundheit

Es kratzt im Hals, zwickt im Bauch oder schmerzt in den Knien: Für die unterschiedlichsten Beschwerden gibt es homöopathische Mittel. Sieben davon sollten in keiner Hausapotheke fehlen.

Welche das sind, beschreibe ich in der Folge.

 

Zuerst allerdings kommen wir zu Potenz und Dosierung in der Homöopathie.

 

Ob bei einer Erkältung oder einer Zerrung im Bein: Homöopathie kann auf sanfte Weise helfen, die Beschwerden zu lindern. Der Arzt und Apotheker Dr. Samuel Hahnemann rief die Therapieform Ende des 18. Jahrhunderts ins Leben. Sein Ansatz: Homöopathie soll die Selbstheilungskräfte stärken, damit der Organismus die jeweilige Erkrankung aus eigener Kraft überwinden kann.

In der Homöopathie wird Ähnliches durch Ähnliches geheilt. Basis eines Mittels ist die meist alkoholische Ausgangslösung eines Wirkstoffs, die sogenannte Urtinktur. Sie wird verdünnt und verschüttelt beziehungsweise verrieben. Dieser Vorgang heißt Potenzierung. Die homöopathischen Mittel wirken umso stärker, je höher sie potenziert und damit verdünnt beziehungsweise verschüttelt wurden. Die jeweilige Dosierung ist mittels Buchstaben und Ziffern angegeben. Dabei gilt: Die Buchstaben C, D und Q stehen für die Verdünnungsschritte.

 

D    - 1:10

C    - 1:100

Q/LM - 1:50000

 

Die häufig angeordnete D6 bedeutet beispielsweise, dass die ursprüngliche Substanz oder Lösung unter kräftigem Verreiben oder Schütteln sechsmal 1:10 verdünnt wurde. Bei D12 ist es entsprechend zwölfmal.

Die homöopathischen Arzneien gibt es unter anderem als Tropfen, Tabletten, Ampullen oder Streukügelchen (Globuli). Zur lokalen Behandlung eignen sich außerdem Salben, Tinkturen oder Cremes.

Die Dosierung eines homöopathischen Mittels hängt davon ab, in welcher Form es der Erkrankte zu sich nimmt. In der Regel besteht eine Einnahme aus:

 

Vier bis Fünf Globuli

Fünf bis Zehn Tropfen

Einer Tablette

 

Je stärker die Krankheit ausfällt, desto häufiger können die homöopathischen Mittel eingenommen werden. Wer sehr starke Schmerzen oder Fieber hat, kann auch stündlich auf homöopathische Arznei zurückgreifen. Wenn die Beschwerden aber anhalten, ist es wichtig, zu einem Arzt zu gehen.

 

DIESE MITTEL GEHÖREN IN DIE HAUSAPOTHEKE

 

Um bei Beschwerden schnell homöopathische Mittel zur Hand zu haben, ist es von Vorteil, sich eine kleine Hausapotheke anzulegen. Ich stelle sieben Wirkstoffe vor, die gegen häufig auftretende Krankheiten helfen können.

 

ARNICA MONTANA

Gegen Prellungen, Zerrungen oder blaue Flecken: Arnica montana basiert auf der Heilpflanze „Echte Arnika“ und kommt häufig bei Verletzungen im Sport oder Alltag sowie bei Muskelkater zum Einsatz. Der Wirkstoff hemmt Entzündungen und ist schmerzlindernd. Auch nach ärztlichen Eingriffen ist Arnica montana geeignet  – beispielsweise nach einer Zahnbehandlung.

 

APIS MELLIFICA

Das homöopathische Arzneimittel Apis mellifica (ausgehend von der Honigbiene) hilft bei starken Schwellungen, stechenden Schmerzen und hat einen kühlenden Effekt. Deshalb eignet es sich gut bei Insektenstichen, Halsschmerzen oder Gelenkschmerzen, die durch eine Verletzung entstehen. Auch bei Entzündungen der Haut kann Apis mellifica zum Einsatz kommen.

 

NUX VOMICA

Hilfe nach der Völlerei: Wer beim Essen oder Trinken maßlos war, kann zu Nux vomica greifen. Das homöopathische Mittel wird aus den Samen der Brechnuss-Gewächse hergestellt. Auch bei Stress, Nervosität oder krampfartigen Beschwerden eignet sich Nux Vomica. Es hilft bei Magenschmerzen, Sodbrennen, Reizmagen, Verstopfung oder Übelkeit.

 

OKOUBAKA

Globuli oder Tropfen mit Okoubaka sollen besonders vorteilhaft für den Magen-Darm-Trakt sein. Der Wirkstoff hilft bei Durchfall, Erbrechen und hat sich zur Darmsanierung bewährt. Deshalb ist er beispielsweise nach einer Antibiotika-Einnahme hilfreich. Auch wer auf Reisen ist, Speisen in fremden Ländern nicht gut verträgt, kann auf Okoubaka zurückgreifen. Hergestellt wird der Wirkstoff aus der getrockneten und pulverisierten Rinde des Urwaldbaumes Okoubaka. Dieses homöopathische Mittel hat außerdem eine positive Wirkung auf Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse.

CHAMOMILLA

Aus der Kamille wird das homöopathische Mittel Chamomilla hergestellt. Es ist vor allem dann geeignet, wenn Menschen sehr empfindlich auf Schmerzen reagieren und dadurch gereizt oder unzufrieden sind, sowie nachts deshalb schlecht schlafen können. Chamomilla kommt häufig bei Zahnungsschmerzen, Dreimonatskoliken und Schreiattacken bei Babys zum Einsatz. Auch bei Erwachsenen kann es bei Bauch- und Unterleibskrämpfen sowie bei Zahn- und Ohrenschmerzen für Linderung sorgen.

 

BELLADONNA

Bei plötzlich eintretendem Fieber, grippalen Infekten und starken Schmerzen ist Belladonna gefragt. Das homöopathische Mittel wird aus der Tollkirsche hergestellt. Wer Belladonna bei akuten Entzündungen verwendet, sollte das jedoch nur am Anfang tun. Ist bereits Eiter vorhanden, sollte das homöopathischen Mittel nicht mehr zum Einsatz kommen. Es ist außerdem passend, wenn jemand der prallen Sonne ausgesetzt war und mit Rötungen zu kämpfen hat.

 

RHUS TOXICODENDRON

Auch Rhus toxicodendron sollte in keiner Hausapotheke fehlen. Es ist geeignet für alle, die sich überanstrengt haben oder nach feucht-kaltem Wetter körperliche Beschwerden haben. Es kommt vor allem bei Erkrankungen der Sehnen und Bänder, Muskelkater, im psychischen Bereich sowie bei Nervenleiden zu Einsatz. Auch bei Lippenherpes kann es helfen. Dieses homöopathische Mittel wird aus dem Giftsumach gewonnen, es ist ein Strauch, der überwiegend in Nordamerika heimisch ist.

 

Die Homöopathie ist eine spannende Sache. Bei manchen Patienten wirken und helfen die entsprechenden Stoffe ganz ausgezeichnet.

Globuli und Tabletten bitte nicht schlucken, sondern im Mund zergehen lassen - verschluckt würden die Stoffe nicht wirken, da die Magensäure sie ihrer Kraft beraubt (so die Theorie).

Dem zunehmenden Wunsch nach homöopathischer Behandlung tragen viele Krankenkassen Rechnung und übernehmen oft zumindest einen Teil der Kosten. Deshalb nicht scheuen, sondern hingehen und fragen. Fragen kostet schließlich nichts.

Und falls jemand unserer Leser eine Frage zu einem homöopathischen Mittel hat, bitte bei uns in der Petra Apotheke anrufen (0631/68111), Frau Rössger, unsere Homöopathie-Expertin berät gerne.

Nun wünsche ich allen eine stressfreie  Restwoche. 

 

Die Petra aus der Petra Apotheke.