Geschenke sind Gefühle, die man anfassen kann

"Wir schenken uns nichts mehr!", sagen immer mehr Menschen. Eigentlich schade. Denn Schenken erfreut nicht nur den Beschenkten, nein, es erfreut auch denjenigen, der schenkt.

 

"Schenken macht die Seele weit! Und Geiz macht sie eng!"

Das haben Glücksforscher in verschiedenen Studien herausgefunden.

Wenn wir ein bestimmtes freudiges Ereignis mehrfach erleben, ist das empfundene Glück bei jeder Wiederholung ein wenig kleiner.

Dieses Phänomen ist schon lange als hedonistische Adaption bekannt.

Eine Ausnahme haben jetzt Ed O’Brien von der University of Chicago und Samantha Kassirer von der Northwestern University entdeckt:

Anderen Menschen Geschenke zu machen, scheint von dem Gewöhnungseffekt ausgeschlossen zu sein - Freude darüber Gutes zu tun, nutzt sich offensichtlich nicht ab. Wie schön!

Wahrscheinlich ist, dass soziale Faktoren der Grund für die anhaltende Freude beim Schenken sind. Wer mit anderen Menschen teilt, stärkt das Gefühl von Zugehörigkeit und Verbindung.

Ein guter Grund um zu Schenken, nicht wahr?

 

Schon Joachim Ringelnatz (1883-1934) wusste, wie man "richtig" schenkt...

 

Schenke groß oder klein,

aber immer gediegen.

Wenn die Bedachten die Gabe wiegen,

sei dein Gewissen rein.

 

Schenke herzlich und frei.

Schenke dabei, was in dir wohnt,

an Meinung, Geschmack und Humor,

so dass die eigene Freude zuvor

dich reichlich belohnt.

 

Schenke mit Geist, ohne List.

Sei eingedenk,

dass dein Geschenk

du selber bist.

 

Dem gibt es nichts hinzuzufügen.

 

Ich wünsche allen unseren Lesern ein glückliches Weihnachtsfest. Feiert laut oder leise - ganz wie es euch gefällt.

Und wenn die Geschenke ausgepackt werden, dann denkt einen Augenblick wohlwollend an die Petra aus der Petra Apotheke. Das würde mich sehr freuen.

Vielen Dank.