Mythos "RAUHNÄCHTE"

Wenn an Heiligabend die Familie beisammen sitzt, wenn gegessen und getrunken und erzählt wird, dann ist es nicht nur Zeit für Geschenke, sondern auch für eine ganz Magie reiche Zeit im Jahr:

Die Rauhnächte beginnen.

 

Die Zeit vom 24. Dezember bis 6. Januar ist eine Transitzeit vom alten ins Neue Jahr. Eine Zeit für Rituale, für Weissagungen und Träume.

Noch bevor unser Kalender Ende des 16. Jahrhunderts von Papst Gregor vom julianischen zum heutigen gregorianischen Kalender reformiert wurde, endete das alte Jahr am 24. Dezember und das Neue Jahr begann am 6.Januar.

Die 12 Tage dazwischen waren für die Menschen eine heilige Zeit. Eine Zeit, das alte Jahr zu überdenken und zu verabschieden und das Neue willkommen zu heißen. 

 

Kaum eine Zeit im Jahr sollte so bewusst erlebt werden, wie die Rauhnächte. Galten sie schon bei den Kelten als magisch. Auch unsere Großeltern wussten noch, dass das Wäsche aufhängen während dieser Zeit verboten war.

Und dass die Rauhnächte als Boten des künftigen Jahres stehen, macht sich heute noch im Bleigießen bemerkbar.

 

Die zwölf Tage zwischen Heiligabend und den Heiligen Drei Königen stehen dabei symbolisch für die Monate des kommenden Jahres.

 

Die wichtigsten Rauhnächte:

 

Die Nacht vom 24. auf den 25.Dezember symbolisiert den Monat Januar – diese Rauhnacht steht unter dem Zeichen der WURZELN. Wo kommen wir her? Womit fühlen wir uns verbunden? Und womit nicht? Es ist der Tag des Fundamentes, auf dem unser Handeln im nächsten Jahr aufbaut.

 

Die Nacht auf den 26.Dezember gehört dem Februar – diese Rauhnacht steht unter dem Thema der EIGENEN FÜHRUNG.

Wo hören wir unsere innere Stimme? Wer hilft uns auf dem Weg? Was stärkt uns? Freiheit, Reisen und Unabhängigkeit sind ebenfalls Themen dieser Rauhnacht.

 

Die Nacht auf den 30.Dezember ist dem Juni gewidmet – diese Rauhnacht steht für das Loslassen und die Reinigung.

Heute ist ein guter Tag, um sich von ALTEM ZU BEFREIEN. Diese Rauhnacht hat eine große Geschwindigkeit und Dynamik, soll sie uns auch den inneren Zwiespalt aufzeigen.

 

Die Nacht  auf den 2. Januar steht für den Monat August – heute heißen wir in den Rauhnächten DAS NEUE willkommen, das wir annehmen möchten.

Neue Kraft und Stärke erwächst in uns. Heute könnten wir für unsere Ideale Bäume ausreißen. Wir feiern sowieso – Silvester. Wir haben Glücksrituale und umarmen alles Neue.

 

Die Nacht auf den 6. Januar verkörpert den Dezember und steht für den ABSCHLUSS der Rauhnächte – es ist Zeit für Ganzheitlichkeit.

Eine gute Gelegenheit, sich mit den Rauhnächten zu befassen und alles noch einmal Revue passieren zu lassen. Was hätte besser laufen können oder sollen? Mögliche Korrekturen können heute nachgeholt werden. 

 

Unsere Vorfahren lebten im wahrsten Sinne mit den Jahreszeiten und nutzten die Rauhnächte für Veränderung und Heilung.

Sie brachten zur Aussaat, was sie sich für das Neue Jahr wünschten - die Heiligen Nächten waren für sie die beste Manifestation und Transformation -

           

           ...ZAUBERHAFTE RAUHNÄCHTE.