Lästern ist uncool

Ihr kennt das alle. Euer Gegenüber möchte über die Person XY etwas von euch hören - und ihr liefert.

Jeder von uns war schon ein- oder mehrmals in dieser Situation. Das Gegenüber fragt so geschickt oder bohrt so lange, bis man schließlich in die Falle tappt.

Und man kann sich noch so wertneutral äußern, bereits im Moment des Aussprechens weiß man "WAS ICH HIER UND JETZT MACHE, IST FALSCH".

Aber warum ist es falsch? Man hat doch gar nichts schlimmes gesagt! Hat man auch nicht.

Aber das Gegenüber besitzt die fatale Gabe aus jedem noch so neutral gemeinten Satz etwas schlechtes zu machen. Diese Menschen sind Meister der Interpretation. Natürlich nur zum negativen.

Lästern, Tratschen, Spotten, Flurfunk - auf all dies könnten wir liebend gerne verzichten. Trotzdem gehört es zum Alltag und wird sehr oft toleriert. Aber warum eigentlich spottet der Kollege, die Freundin, die Nachbarn?

Weil es auf der einen Seite zusammenschweißt, zumindest in kleinen Gruppen. Gemeinsames Lästern erzeugt ein Gefühl der Zugehörigkeit - wobei auf der anderen Seite der ausgeschlossen wird, über den man lästert. Zwei Fliegen mit einer Klappe.

Ein weiterer Grund ist, dass sich viele durch Lästern besser fühlen, ihr Selbstwertgefühl stärken und den anderen gleichzeitig abwerten.

Und das ist der Punkt an dem ich die Erkenntnis der 'psychologischen Universität North Corolina' loswerden kann: 'Wer schlecht über andere spricht ist unzufrieden. Er führt in der Regel kein gutes Leben. Und macht sich selbst zum Opfer seiner Intrigen, nicht andere'! Bääm ! ..

Und dem können wir uneingeschränkt zustimmen, meine ich.