Urlaub zuhause /2

Die Monate Mai und Juni meinen es traditionell gut mit uns und bescheren uns den ein oder anderen Feiertag, welcher sich perfekt in einen Kurzurlaub integrieren lässt. 

Und es spricht nichts dagegen, diesen Kurzurlaub zuhause im "Ländle"zu verbringen, oder?

Wir haben es auf jeden Fall so gemacht und für alle, die zweifeln, ob sich das überhaupt lohnt an den Bodensee zu fahren, die kann ich beruhigen: Ja, es lohnt sich. Denn

 

- das Klima hier ist angenehm wie sonst nirgendwo in

  Deutschland;     

- die Bodenseeküche lädt zum Schlemmen ein;

- die Weine dazu sind ausgezeichnet und von der Sonne

  verwöhnt;   

- es gibt Kultur, Kultur, Kultur;

- außerdem jede Menge Wassersport;

- und Kirchen, Burgen und Schlösser an fast jeder Ecke;

- der BODENSEERADWEG ist der beliebteste Europas.

 

Und eine Etappe des Bodenseeradweges sind wir gestern gefahren - von Konstanz über die Insel Reichenau und zurück.

 

Diese Tour ist wirklich ein Highlight und eine unseren liebsten Strecken!

Bestens ausgeschildert, ohne spürbare Steigungen führt die Radtour von der Fahrradbrücke in Konstanz um die Insel Reichenau und wieder zurück. Insgesamt radelt man dabei ca. 28km.
Auf der Insel gibt es viele herrliche Plätze zum Baden und Einkehren. Und Kulturliebhaber kommen in den Museen und Kirchen unbedingt auf ihre Kosten.

 

 

Die Rundtour startet auf der Fahrradbrücke in Konstanz.

Das ist die mittlere der drei Konstanzer Brücken. Sie ist allein Fußgängern und Radfahrern vorbehalten und Teil des Bodensee-Radwegs. Von Hafen, Bahnhof und dem Fähranleger ist sie auf dem Konstanzer Radwege-Netz leicht zu erreichen.
Wer mit dem Auto anreist, parkt am besten auf dem Park&Ride Parkplatz a
m Seerhein. Rad-Wegweiser führen vom Parkplatz zum Bodensee-Radweg und der Insel Reichenau.

 

Der Weg zur Insel führt auf dem Bodensee-Radweg bis zum Bahnhof Reichenau und ist bestens ausgeschildert. Da er entlang der Bahngleise führt, kann man sich kaum verfahren. Am Bahnhof führt der Radweg zur Reichenau nach links. Über den Inseldamm mit seiner berühmten Pappel-Allee erreicht man die Insel, die seit dem Jahr 2000 auf der Liste der UNESCO Welterbe steht.

Auf der Insel folgt man dem Reichenauer Radrundweg, der in beiden Richtungen ausgeschildert ist. Die Wegweiser bestehen meist aus einem Radsymbol und Pfeilen (direkt auf die Straße gemalt) und sind an beinahe allen Kreuzungen sichtbar. Darum ist diese Strecke auch für Radtouristen und andere ortsfremde Radfahrer wirklich einfach zu finden.

 

Die Insel ist heute vor allem als Obst- und Gemüse-Insel bekannt. Aufgrund des besonders milden Klimas inmitten des Sees, versorgt sie beinahe ganz Süddeutschland mit frischem Gemüse. Das merkt man vor allem an den zahlreichen Feldern, die die Insel wie ein Flickenteppich überziehen. Und an den vielen Gemüse-Ständen, an welchen man Obst und Gemüse direkt vom Feld kaufen kann.

In die Liste der UNESCO Welterbe wurde die Au aufgrund ihrer Klostervergangenheit aufgenommen.

Einst war die überschaubare Insel eines der intellektuellen Zentren Europas. Von dieser Vergangenheit zeugen die drei Kirchen: Sankt Georg, das Münster und Sankt Peter und Paul.

 

Uns locken heute allerdings nicht die Kirchen - wir haben ein anderes Ziel.

Der Insel-Campingplatz Sandseele am anderen Ende der Reichenau. Das dazugehörige Restaurant zieht viele Besucher an, denn es liegt phantastisch!

Ein wunderbarer Ausblick eröffnet sich hier: Der Bodensee vor den Vulkankegeln des Hegau und die grünen Hügel am Schweizer Ufer rund um den Untersee. Für den berühmten Sonnenuntergang sind wir jedoch ein paar Stunden zu früh dran.

So genießen wir den Blick bei einem Eis und setzen unsere Fahrt dann Richtung Hochwart fort.

Auf unserem Weg nach Hochwart (ein Keramik-Kreativ-Kunst Cafe)kommen wir an der dritten Inselkirche, Sankt Peter und Paul, sowie zahlreichen Gemüseständen vorbei, wo wir uns reichlich fürs Abendessen bevorraten.

Auf der Hochwart trinken wir noch einen Kaffee und treten dann die Rückfahrt an.

Wer keine Lust hat, denselben Weg von Konstanz zur Insel Reichenau und zurück zu radeln, kann vom Reichenauer Schiffsanleger ans andere Ufer in das Schweizer Mannenbach übersetzen. Fahrräder können mit einem Radticket problemlos mitgenommen werden.
Die Schilder des Bodensee-Radwegs führen von dort entlang des Schweizer Ufers zurück nach Konstanz. Von Mannenbach nach Konstanz sind es auf dem Radweg etwa 10 km.

Ich hoffe sehr, dieser Blogbeitrag hat Lust auf mehr gemacht. Mehr Natur, mehr Bodensee, mehr Radtouren, mehr Wandern, mehr Kultur!

Sollte dem so sein, dann schaut bitte auf der Seite der Locals Bodensee https://www.localsbodensee.de/ vorbei. 

Dort bekommt ihr tolle Tourenvorschläge und coole Tipps aus erster Hand. Der Blog ist noch im Aufbau begriffen, aber schon jetzt gibt es erstklassige Ausarbeitungen und Bilder, die Euch begeistern werden. Versprochen!