HomeOffice: Vor - und Nachteile

Die Vor- und Nachteile des HomeOffice können Sie auf der Seite der Petra Apotheke Kaiserslautern (apotheke kaiserslautern) gerne nachlesen. Denn wir sind die Experten für Achtsamkeit und mentale Gesundheit.

Home Office. Den Ausdruck konnte ich noch nie leiden. Und dass ich ihn zur Zeit gefühlte 143 mal pro Tag höre, macht die Sache nicht besser. 

Wie wäre es mit "von Zuhause aus arbeiten"? Klingt nicht so hochgestochen und beschreibt die Sache ziemlich genau: man arbeitet von Zuhause aus.

Was ich auch immer wieder mache. Allerdings nicht erst seit Corona. Sondern schon recht lange. Und bei mir funktioniert es.

Und somit wäre ich auch beim heutigen Thema.

Zuhause arbeiten bringt wie alles im Leben VOR - und NACHTEILE.

Hier geht es um die Vor- und Nachteile des Home Office. Kommen Sie regelmäßig auf  die Seite der Petra Apotheke  Kaiserslautern (apotheke kaiserslautern) Wir informiern Sie.

Die Vorteile wenn man von Zuhause aus arbeitet

 

1. Zeitersparnis

 

Während sich die Kollegen, die im Büro arbeiten, am kollektiven Rushhour-Wahnsinn beteiligen, kann man sich noch einmal genüsslich strecken und langsam wach werden. Die Fahrt in vollen Bussen und Bahnen oder das Stehen im Stau mit anschließender, nerviger Parkplatzsuche entfällt. Das bringt gleich zwei Vorteile.

Denn öffentliche Verkehrsmittel sind oft die reinsten Virentaxis. Und auch im Büro ist die Ansteckungsgefahr durch Kollegen naturgemäß höher als am heimischen Schreibtisch. Dazu sparen Heimarbeiter durch den Wegfall der ganzen Pendelei und Parkplatzsuche a)Geld für Benzin und b)Lebenszeit. Wenn der tägliche Arbeitsweg 10 m statt 30 km beträgt, ist das schnell mal eine gewonnene Stunde pro Tag. Auf Dauer kommt da so einiges an ersparter Zeit zusammen – wenn man sie nicht direkt wieder bei Facebook & Co. vertrödelt. Aber das Thema „Ablenkung“ steht auf einem anderen Blatt.

 

2.Flexibilität

 

Die Schulaufführung der Tochter ist am späten Vormittag – warum nicht ein bis zwei Stunden dort verbringen und die Zeit am Abend dranhängen? Der Arzt hat nur einen Termin um 10 Uhr frei? Die Handwerker haben sich angekündigt, ohne eine konkrete Zeit zu nennen?

Für Heimarbeiter sind diese Termine deutlich besser zu koordinieren als für den klassischen Bürogänger. Dabei gibt es allerdings einige Regeln zu beachten:

Das Arbeitspensum muss erfüllt werden, Termine sind keine Deko im Kalender. Sehr hilfreich ist auch eine klare Ansage an die Kollegen, wann man am Schreibtisch sitzt und wann nicht – das erleichtert die Absprache und beugt Gerede vor.

 

3.Work-Life-Balance

 

Die Kinder sind zu groß für den Hort, aber den ganzen Nachmittag allein sollen sie auch nicht sein? Die Betreuung hat Ferien, die Terrasse

sieht verlockend aus oder der Hund braucht Gesellschaft? Das Home Office bietet die perfekte Grundlage für eine gute Work-Life-Balance. Das führt nicht zuletzt dazu, dass viele Eltern mit der Möglichkeit zum Home Office früher aus der Elternzeit zurückkehren. Natürlich kommt es stark auf den Wortteil „Balance“ an: Das (Privat-)Leben darf nicht Überhand nehmen. Wenn der Nachwuchs alle zehn Minuten bespaßt werden will oder der Partner dauernd Redebedarf hat, kommt man zu gar nichts. Konzentrationsphasen und vor allem -möglichkeiten sind auch zu Hause Pflicht.

 

4.Stressreduktion

 

Apropos Konzentrationsphasen: Es kann so angenehm sein, wenn der Kollege nicht ständig seine Witze reißt, nicht ewig das Telefon klingelt und man nicht dauernd Angst hat, zu spät zu kommen – zum Meeting, zur Arbeit, zum Termin. Wenn einem nicht permanent der Chef über die Schulter schaut und der Krach aus dem Großraumbüro an den Nerven zehrt. Damit ist das heimische Büro eine effektive Burnout-Prävention – allerdings nur, wenn man nicht im Gegenzug rund um die Uhr erreichbar sein muss oder das Telefon dann alle zwei Minuten in der eigenen Wohnung klingelt.

 

5.Reduzierte Kosten

 

Arbeiten kostet – nicht nur den Arbeitgeber. Tägliche Fahrten, Kleidungs- und Reinigungskosten, Kantinenessen oder der traditionelle Pausenkaffee mit den Kollegen gehen auf Dauer ins Geld. Das kann auch die Pendlerpauschale bei der Steuererklärung nicht rausreißen. All das sind Kosten, die der Heimarbeiter nicht hat.

Wenn man allerdings extra für den Home-Office-Job eine größere Wohnung braucht, hat sich das Plus in der Geldbörse wieder erledigt. Es sei denn, man verhandelt noch einmal nach, weil der Arbeitgeber ja keinen Schreibtisch zur Verfügung stellen muss und damit Büromiete spart.

 

Die Nachteile wenn man von Zuhause aus arbeitet

 

1. Soziale Kontakte fehlen

 

Wer den täglichen Austausch am Kantinentisch, die kurze Absprache mit dem Kollegen am Nebentisch oder die Inspiration von einem motivierenden Team braucht, hat im Home Office leider schlechte Karten.

Auch der gerne mal unterschätze Flurfunk, bei dem man doch so einiges über Strategien und Entwicklungen erfährt, fällt weg.

Gelegentliche Abstimmungstelefonate oder Video-Meetings ersetzen das alles nicht. Bei aller Ruhe zum Arbeiten:

Das Home Office begünstigt das Vereinsamen. Im schlimmsten Fall kann das zum Karriereknick führen.

Experten halten daher eine Begrenzung der Home-Office-Zeit auf zwei bis zweieinhalb Tage pro Woche sinnvoll, um den Rest der Zeit im Team zu verbringen.

 

2. Starke Ablenkung

 

Das Kind schreit, der Laubbläser vor dem Fenster nervt, Postdienste und Paketboten geben sich die Klinke in die Hand, das Internet steht mit Social Media allzeit bereit und Freunde kommen spontan vorbei, weil man ja „Zuhause ist“:

Der Ablenkungsfaktor am heimischen Schreibtisch ist nicht zu unterschätzen. Wenn man sich nicht selbst klare Regeln setzt, tut das niemand – mit entsprechenden Folgen für die Ergebnisse und die Produktivität.

Also: Zeiten definieren und einhalten, Freunde auch mal vertrösten und den Nachbarn klar machen, dass man gerne mal ein Paket entgegennimmt, jedoch nicht die Postzentrale ersetzen möchte.

 

3. Fehlende Motivation

 

Wenn da kein Team ist, das einen mitzieht, wenn man die Ergebnisse der Arbeit kaum sieht, weil der Blick fürs große Ganze fehlt, und wenn man ja „noch ewig Zeit“ hat und es deswegen nicht so drauf ankommt, wann man anfängt, fehlt irgendwann die Motivation.

 

4. Vorurteile

 

Solange Home Office in der Firma die Ausnahme und nicht die Regel ist, gibt es jede Menge Vorurteile gegenüber denen, die nicht jeden Tag auf der Unternehmensmatte stehen. „Lauer Job“, „zu wenig Engagement“ und „fehlender Karrierewille“ sind da nur einige.

Helfen können klare Absprachen zu Zielen, Aufgaben und Erreichbarkeiten, eigene Disziplin und nicht zuletzt ein Umdenken bei den Vorgesetzten. Problematisch wird es allerdings, wenn man vor lauter Angst, als faul zu gelten, zu viel arbeitet. Klare Arbeitszeiten müssen in beide Richtungen funktionieren.

 

5. Vermischung von Beruf und Privat

 

Die Unterlagen liegen in der ganzen Wohnung, abends um sieben kommen noch Anrufe von Kunden und auch beim gemütlichen Fernsehabend kreisen die Gedanken noch um den Job? Wer im privaten Umfeld arbeitet, läuft Gefahr, keine klaren Grenzen zu ziehen – weder anderen noch sich selbst gegenüber. Auch und gerade Heimarbeiter brauchen einen definierten Feierabend und einen festen Platz zum Arbeiten.

 

 

FAZIT: Für wen bietet sich das Zuhause Arbeiten an?

 

Zwei der häufigsten Stolpersteine sind auf der einen Seite mangelnde Selbstdisziplin und auf der anderen Seite ein Hang zur Selbstausbeutung.

Kann die Alternative zum Büro die große Freiheit sein, oder führt es doch eher zur individuellen Ausbeutung?

Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Denn auch ohne Home Office arbeiten viele Menschen schon heute von Zuhause aus. Weil Laptops und Smartphones für den beruflichen Gebrauch die Grenze zwischen Privatem und Arbeit verschwimmen lassen. Und so wird die Präsentation noch schnell am Abend fertig gemacht, obwohl man eigentlich Feierabend hat.

Für eingespielte Organisationen aber, in denen die Arbeitsabläufe klar definiert sind, kann Home Office dennoch eine Option sein.

Für Unternehmen im Umbruch oder Teams mitten in der heißen Projektphase, ist die Heimarbeit einzelner Mitarbeiter eher hinderlich.