Bewegung ist Leben

Mangelnde Bewegung tötet jährlich 5 Millionen Menschen. Mit den Chips auf die Couch, mit dem Auto zum Bäcker...

Ein Drittel aller Menschen über 15 Jahre weltweit bewege sich zu wenig, stellten Forscher in einer groß angelegten Studie fest.

Dabei könnte und kann man mit relativ wenig Einsatz vergleichsweise viel erreichen!

Die nun vorgestellten Daten unterstützen was Mediziner schon seit Jahren fordern: mehr Bewegung fördert die Gesundheit... und Bewegung ist nicht gleich Leistungssport.

Schon eine Viertelstunde leichte körperliche Aktivität täglich, kann das Risiko eines vorzeitigen Todes um 14 Prozent verringern.

 

Diese alarmierend hohe Zahl an Todesfällen aufgrund Bewegungsmangels und die Tatsache, wie einfach man dagegen steuern kann, war für mich Anlass genug, einen Beitrag über mehr Bewegung im Alltag und damit verbunden wesentlich mehr Lebensqualität, zu schreiben. 

 

Im Herbst eines jeden Jahres kommt aus dem Norden Italiens der Ruf zur "La Classica delle foglie morte", dem "Rennen der fallenden Blätter".

Nach der Radweltmeisterschaft gilt die Lombardei Rundfahrt als das letzte große Hightlight des Radsports, gehört es doch zu den großen fünf Touren eines jeden Jahres. Und es beendet traditionell die Straßensaison. 

Jedoch nicht für uns. So, wie man bei (fast)jedem Wetter wandern kann, so kann man auch bei (fast)jedem Wetter Radfahren.

 

JA, es macht Sinn jeden Morgen, statt mit dem Auto oder den Öffentlichen, mit dem FAHRRAD zur Arbeit, ins Büro oder zur Uni zu fahren!

Und das sage ich nicht nur, weil ich aus einer Stadt komme, in der das FAHRRAD Fortbewegungsmittel Nr.1 ist, nein - es gibt jede Menge anderer überzeugender Gründe. 

Natürlich ist nicht jede Pendelstrecke fürs Fahrrad geeignet - manche Distanzen sind einfach zu lang.

Wer aber dennoch lieber strampelt, statt zu sitzen, kann schon jetzt einige Vergünstigungen in Anspruch nehmen.

 

1. Das Radnetz in vielen deutschen Städten wird kontinuierlich ausgebaut. So fördert der Bund im laufenden Jahr das Projekt 'Radschnellwege' mit 25 Millionen Euro. Die Mittel für Radwege werden auf 100 Millionen Euro aufgestockt.

 

2. Immer mehr Unternehmen ebnen ihren Angestellten den Weg für 'Dienstfahrräder'.

 

3. Einige Betriebe bieten 'Bike&Business' Stationen mit Umkleiden, Duschen und Ladestationen für E-Bikes an.

 

4. GANZ WICHTIG! Jede Fahrt mit dem Rad trainiert Herz, Kreislauf, Muskeln. Fünf Jahre lang wurden 250 000 Radpendler studiert. Das Ergebnis: das Risiko an einer ernstzunehmenden Erkrankung zu leiden, sank im Schnitt um 45 Prozent - bei einem durchschnittlichen Fahrpensum von 48km pro Woche.

 

5.Radfahren schont den Geldbeutel! Man spart nicht nur Spritkosten, sondern auch tägliche Parkgebühren oder die Kosten für den monatlichen Stellplatz.

 

6. Unserer Erde ging es auch schon mal besser. Wenn man das Auto stehen lässt und aufs Fahrrad umsteigst, leistet man, wenn vielleicht auch nur unterbewusst, einen Beitrag zur Klimarettung.

 

7. Steuerlich kann jeder Radfahrer - im Zuge der Pendlerpauschale - 30 Cent/Kilometer geltend machen.

 

8. Allerdings sollte, wer länger als 20 Minuten mit dem Rad zur Arbeit fahren muss, an Wechselkleidung denken.

 

9. UND GANZ WICHTIG! NATÜRLICH DEN HELM NICHT VERGESSEN und gerade in der dunklen Jahreszeit für entsprechende Beleuchtung und Reflektoren an Fahrrad und Kleidung sorgen.

 

Ich hoffe und wünsche das Bewusstsein für tägliche Bewegung geweckt zu haben - es ist das einfachste und kostengünstigste Mittel um lange gesund und glücklich zu bleiben. 

Die Petra aus der Petra Apotheke.