DIY... Badebombe

Badekugeln, in der großen Ausgabe BADEBOMBE, in der kleinen Version BADEPRALINE genannt, sind eine herrlich sprudelnde, gut duftende, bunte, entspannende Sache. Sie machen jedes Wannenbad zu einer luxuriösen Auszeit. Wer mag das nicht?

 

Einziger Wermutstropfen - der Preis! Wenn sie nur nicht so teuer wären!

Für eine Badepraline zahlt man um die 5 Euro, für die Badebombe gute acht. 

 

Deshalb... Warum nicht einfach selber machen? Die schönen Badekugeln.  Für das eigene Badezimmer oder als ganz persönliches Geschenk, das nicht als Standardprodukt aus dem Laden kommt. 

 

Wir haben es ausprobiert. Und was dabei herauskam, ist auf den Fotos zu sehen.

Das ist eine der kleinen Badepralinen, die wir mit Blüten, Kamille und Cranberry "gewürzt" haben.

Wie funktioniert eine Badebombe eigentlich?

 

Generell funktionieren Badekugeln so ähnlich wie herkömmliche Brausetabletten.

In beiden ist Natron oder eine ähnliche Verbindung sowie eine Säure enthalten. Häufig befinden sich in Badekugeln daher Natron und Zitronensäure. Im trockenen pulverförmigen Zustand können die beiden Chemikalien jedoch nicht reagieren. Eine chemische Reaktion findet nur statt, sobald das Gemisch mit Wasser in Berührung kommt. Während dieser Reaktion bildet sich Kohlensäure, welche das Sprudelgas Kohlenstoffdioxid (CO2) freisetzt und dadurch das Badewasser schön blubbern lässt.

Das Öl in der Badekugel versorgt die Haut mit wichtiger Feuchtigkeit. Des Weiteren ist das Natron wichtig, da es durch die antibakteriellen und basische Wirkung die Haut schön reinigt.
Ein wichtiger Tipp vorweg! Verzichtet auf wasserhaltige Zusatzstoffe in euren Badekugeln, um vorzeitiges Reagieren zwischen Natron und Zitronensäure zu verhindern!

 

Und nun kann es losgehen...

 

An Grundzutaten benötigt man (für 4 Badepralinen):

200g  Natron

100g  Zitronensäure

50 g  Speisestärke

1  Tl Wasser

30 ml Kokosöl (ergibt besonders stabile Badekugeln)

10 Tr Ätherisches Öl (für Kleinkinder und/oder Neurodermitiker/Asthmatiker sind ätherische Öle ungeeignet)

 

Wunschzutaten können sein:

Lebensmittelfarbe! (wichtig in meinen Augen)

Blüten (Rosen, Lavendel, Hibiskus...)

Kräuter

Honig

Zimt

Loser Tee

Lebkuchengewürz (je nach Saison)

Orangenschalen

und vieles mehr, was euch einfällt

 

WIE ENTSTEHT NUN DIE BADEKUGEL?

 

Schritt 1: Zunächst verarbeitest du die trockenen Zutaten. Mische dafür Natron und Speisestärke zu einer einheitlichen Masse. Sofern du pulvrige Lebensmittelfarbe benutzt, kannst du diese nun auch hinzu geben. Nimm am besten etwas weniger und füge anschließend mehr hinzu, bis die gewünschte Farbintensität erreicht ist.

Wenn du verschiedenfarbige Badekugeln herstellen möchtest, solltest du die Zutatenmischung auf mehrere Schüsseln aufteilen.

Schritt 2: Als nächstes vermischt du in einer separaten Schüssel die flüssigen Zutaten. Füge das flüssige Kokosöl, das ätherische Öl sowie den Teelöffel Wasser in die Schüssel. Wichtig ist es, alles gut zu vermischen, damit das Wasser die Badekugel nicht frühzeitig zu sprudeln bringt.

Wenn du flüssige Lebensmittelfarbe benutzt, kannst du diese nun hinzugeben. Wie oben beschrieben,gilt: am Anfang lieber etwas weniger Farbe zu nehmen und später zu ergänzen. Auch hier solltest du verschiedene Schüsseln verwenden, wenn du verschiedenfarbige Badekugeln herstellen möchtest.

Schritt 3: Vermische nun langsam die flüssigen und trockenen Zutaten.

Schritt 4: Füge die Zitronensäure hinzu und vermenge auch diese langsam mit dem gesamten Gemisch.

Schritt 5: Je nachdem, ob du eine spezielle Badekugel-Form, Eiswürfelformen, Plätzchenformen oder ähnliches benutzt, kannst du nun deine Wunschzutaten wie beispielsweise Blüten in die Förmchen legen oder der Zutatenmischung beifügen.

Anschließend kannst du die Zutatenmischung in deine Förmchen einfügen oder nach Belieben mit den Händen formen.

Schritt 6: Nun muss die Badekugel noch aushärten. Dafür benötigt diese ca. 2 Tage bei Zimmertemperatur. Etwas schneller geht es, wenn man die Badekugel in den Kühlschrank legst. Nach etwa 5 Stunden sollte diese ausgehärtet sein.

 

Lasst die selbst hergestellte Badekugel nach dem Aushärten nicht mit Wasser in Berührung kommen, sonst fängt diese frühzeitig an zu sprudeln!

Man kann sehr wohl auch "ERKÄLTUNGSBADEKUGELN" kreieren, indem man die Zutaten etwas ändert:                    als ätherisches Öl kann man Thymian, Eukalyptus, Pfefferminz oder Fichtennadel verwenden - und die Speisefarbe wählt man in grün oder hellblau. Da fühlt man sich sofort eine Spur gesünder, wenn das im Badewasser sprudelt und duftet... 

Falls ihr eure ganz persönlichen Badekugeln herstellt, wünsche ich euch ganz viel Spaß dabei - so viel, wie wir hatten :))

Die Petra aus der Petra Apotheke.